Science Slam

Weil das Sprichwort ‚Wissen ist Macht‘ genauso wie Bacon an sich als Frühstücksbeilage oder wie ein Song von Taylor Swift im Nachhall tumber Teenager toniert, entscheiden sich immer mehr junge Menschen für eine Karriere im universitären Kreis oder zumindest ein, durch ‚American Pi‘ inspiriertes, Studentenleben anzustreben. Dabei ist das Verhältnis zwischen Professor und Student meist geprägt von Langeweile, gegenseitigem Missverständnis und Desinteresse, den Fristen für Seminararbeiten und der akademische Glanz weicht und bröckelt hinter der Fassade eines Altbaus genau wie die Argumentationskette von konservativen Politkern und gleicht vielmehr einer geschickt getünschten und geblümten Glosse, anstatt gekonnt scharfsinniger Beobachtungen mit baulicher Substanz. Statt dem Duft der Entdecker finden deutsche Universitäten ihre Daseinsberechtigung im modrig-rauchigem Milieu heimischer Kneipenviertel, wo der Geruch nach Vergünstigungen und der Geschmack vom sechsten schalen Bier auch das letzte bisschen Nährboden für die zukünftige Hirnforschung ausrottet.

Damit Zuckungen, Trägheit und Müdigkeit nicht für ein galvanisches Froschexperiment oder eine medizinische Simulation von Epilepsie missbraucht werden und da Harald Lesch und Sheldon Cooper nicht alles erklären können, wurde die Disziplin des Science Slam eingeführt. Wissenschaftler*innen aus ganz Deutschland erklären hierbei auf unterhaltsame Art ihr jeweiliges Forschungsfeld. Von Quantenmechanik über Datenbusse bis hin zu Nash-Gleichgewichten und Schwedenschlüsseln ist es das Ziel dem Publikum wissenschaftliche Inhalte auf lockere Weise und mit einfachen Worten näherzubringen. Vorwissen ist dabei keine Voraussetzung, sodass alle Interessierte dem Kurzvortrag von zehn Minuten folgen können. Wer am Ende die Nase vorn hat und am meisten entertainen konnte, entscheidet wie immer das abendliche Publikum. Wir laden Sie herzlich dazu ein bei einer der nächsten Veranstaltungen nicht nur etwas Neues zu lernen, sondern dabei auch noch zu lachen und unterhalten zu werden, wenn es demnächst wieder heißt: Science Slam.